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Die Fachstelle Care Management wird seit dem 01. Januar 2018 von der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie beauftragt, Angebote für Kinder und Jugendliche mit zum Teil hohen Unterstützungsbedarfen zu koordinieren und konzeptionell auszubauen. Hierbei sollen strukturelle Versorgungsdefizite erkannt und proaktiv abgebaut werden. Die Fachstelle Care Management arbeitet dazu mit verschiedensten Akteuren im Land Berlin zusammen und engagiert sich auf folgenden Ebenen:

Vernetzung: Um die Teilhabe der benannten Zielgruppe nachhaltig zu fördern, ist das Arbeiten in Netzwerken ein wesentlicher Auftrag der Fachstelle Care Management. Die Mitarbeiterin beteiligt sich an verschiedenen Gremien in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe sowie Pflege und vernetzt wesentliche Akteure in diesen Bereichen. Zudem ist die Fachstelle Care Management an der Organisation von Fachtagen beteiligt.

Datenerhebung: Um Versorgungslücken zu erkennen und auf die verschiedenen Bedarfe aufmerksam zu machen, ist die Fachstelle Care Management an der Erstellung und Auswertung quantitativer und qualitativer Erhebungen beteiligt. Die Erkenntnisse werden der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.

Informationsaufbereitung: Die Fachstelle Care Management übernimmt im Hilfe- und Unterstützungssystem die Funktion eines Multiplikators, der relevante Informationen sichtet und diese an verschiedene Adressaten weitergibt. Relevant sind hierbei sowohl regionale, als auch bundesweite Entwicklungen in der Praxis und der Wissenschaft.

 

PicsArt_01-07-04.36.16.jpgAnsprechpartner

Julia Habermann

E-Mail: julia.habermann@vdk.de

Tel-nr.: 030/20994302

Ruhrstraße 12A, 10709 Berlin

 

 

 

Was ist „Care Management“?

Das Care Management (zu Deutsch: Versorgungsmanagement) ist ein vergleichsweise neues Instrument, was das einzelfallbezogene Case Management ergänzt und vor allem auf struktureller Ebene tätig wird. Ein Hauptaugenmerk des Care Managements ist das Aufmerksam machen auf systembedingte Versorgungsdefizite und das Anregen von Lösungsstrategien. Ziel soll es demnach sein, ein nutzerfreundliches Versorgungsangebot zu schaffen, was sich an den Bedarfen von chronisch kranken und pflegebedürftigen Personen sowie deren Familien orientiert. Auch wenn sich das Care Management vorwiegend an Institutionen und pädagogische Fachkräfte richtet, wird eine ressourcenorientierte und partizipative Sichtweise verinnerlicht. Das Hinweisen auf „Mißstände (sic!) in der Versorgung“ (Schaeffer 2000, 17) erfordert somit auch immer die Überlegung, wie Angebote beschaffen sein müssen, um sie an den Bedarfen der Familien ausrichten zu können.  Vor allem bei komplexen und multiprofessionellen Unterstützungsleistungen, bei denen verschiedenste Institutionen und Leistungsträger zusammenwirken, können Schnittstellenprobleme zu großen Herausforderungen führen. In diesen Fällen übernimmt das Care Management eine unabhängige, regulierende Funktion. Durch das Initiieren von Netzwerken, die Weitergabe von Informationen und das Aufbereiten von Präzedenzfällen, sollen etwaige Konflikte nachhaltig abgebaut werden.

 

Literaturempfehlungen:

·       Kollak, I. & Schmidt, S. (2016): Instrumente des Care und Case Management Prozesses, Springer

·       Schaeffer, D. (2000): Care Management. Pflegewissenschaftliche Überlegungen zu einem aktuellen Thema, Pflege 13, 17 – 26

 

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