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Die Fachstelle Care Management wird seit dem 01. Januar 2018 von der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie beauftragt, Angebote für Kinder und Jugendliche mit zum Teil hohen Unterstützungsbedarfen zu koordinieren und konzeptionell auszubauen. Hierbei sollen strukturelle Versorgungsdefizite erkannt und proaktiv abgebaut werden. Die Fachstelle Care Management wird gegenwärtig durch eine Mitarbeiterin besetzt, die mit verschiedenen Akteuren im Land Berlin zusammenarbeitet. Sie engagiert sich auf folgenden Ebenen:

Vernetzung: Um die Teilhabe der benannten Zielgruppe nachhaltig zu fördern, ist das Arbeiten in Netzwerken ein wesentlicher Auftrag der Fachstelle Care Management. Die Mitarbeiterin beteiligt sich an verschiedenen Gremien in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe sowie Pflege und vernetzt wesentliche Akteure in diesen Bereichen. Zudem ist die Fachstelle Care Management an der Organisation von Fachtagen beteiligt und organisiert den Fachbeirat Care Management für versorgungsintensive Kinder und Jugendliche.

Datenerhebung: Um Versorgungslücken zu erkennen und auf die verschiedenen Bedarfe aufmerksam zu machen, ist die Fachstelle Care Management an der Erstellung und Auswertung quantitativer und qualitativer Erhebungen beteiligt. Die Erkenntnisse werden der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.

Informationsaufbereitung: Die Fachstelle Care Management übernimmt im Hilfe- und Unterstützungssystem die Funktion eines Multiplikators, der relevante Informationen sichtet und diese an verschiedene Adressaten weitergibt. Relevant sind hierbei sowohl regionale, als auch bundesweite Entwicklungen in der Praxis und der Wissenschaft.

 

Was ist „Care Management“?

Das Care Management (zu Deutsch: Versorgungsmanagement) ist ein vergleichsweise neues Instrument, was das einzelfallbezogene Case Management ergänzt und vor allem auf struktureller Ebene tätig wird. Ein Hauptaugenmerk des Care Managements ist das Aufmerksammachen auf systembedingte Versorgungsdefizite und das Anregen von Lösungsstrategien. Ziel soll es demnach sein, ein nutzerfreundliches Versorgungsangebot zu schaffen, was sich an den Bedarfen von chronisch kranken und pflegebedürftigen Personen sowie deren Familien orientiert. Auch wenn sich das Care Management vorwiegend an pädagogische Fachkräfte richtet, wird eine ressourcenorientierte und partizipative Sichtweise verinnerlicht. Das Analysieren von Problemen in der Versorgung, erfordert somit auch immer die Überlegung, wie Angebote beschaffen sein müssen, um sie an den Bedarfen der Familien ausrichten zu können.  Vor allem bei komplexen und multiprofessionellen Unterstützungsleistungen, bei denen verschiedenste Institutionen und Leistungsträger zusammenwirken, können Schnittstellenprobleme zu großen Herausforderungen führen. In diesen Fällen übernimmt das Care Management eine unabhängige, regulierende Funktion.

 

Literaturempfehlungen:

·       Kollak, I. & Schmidt, S. (2016): Instrumente des Care und Case Management Prozesses, Springer

·       Schaeffer, D. (2000): Care Management. Pflegewissenschaftliche Überlegungen zu einem aktuellen Thema, Pflege 13, 17 – 26

 

 

PicsArt_01-07-04.36.16.jpgAnsprechpartnerin

Julia Dorow (in Elternzeit)

Tel-Nr.: 030/20994302

Ruhrstraße 12A, 10709 Berlin

 

 

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Timea Kreißler (Elternzeitvertretung)

E-Mail: timea.kreissler@vdk.de

Tel-Nr.: 030/20994302

Ruhrstraße 12A, 10709 Berlin

 

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